Was kostet ein Schäferhund – Zuchtpreis und Haltungskosten

Auf der Suche nach einem passenden Haustier führen viele Wege zum Hund. Sie sind aufmerksame, treue Weggefährten und werden nicht umsonst “der beste Freund des Menschen” genannt. Doch die Auswahl zwischen den unterschiedlichen Varianten ist gewaltig, anerkannt sind mittlerweile mehr als 350 verschiedene Rassen.

Doch wenn Sie diesen Blog lesen, dann haben Sie sich offenbar schon für eine dieser 350 Rassen entschieden. Ein Schäferhund soll zukünftig Ihr Begleiter werden.

Aber was kostet ein Schäferhund eigentlich? Und ist der Hund erstmal eingezogen, welche laufenden Kosten kommen dann auf Sie zu? Diese Fragen sollte man sich natürlich stellen bevor das neue Tier einzieht. Denn nicht selten werden gerade die Unterhaltskosten eines Hundes im Allgemeinen und Schäferhundes im Speziellen enorm unterschätzt. Deshalb haben wir alle wichtigen Informationen für Sie zusammengefasst.

Auf der Suche nach einem Schäferhund

Der erste Schritt ist natürlich die Wahl des Schäferhundes. Möchten Sie einen Hund aus dem Tierheim adoptieren oder kommt für Sie nur ein Hund vom Züchter infrage? Das Für und wieder ist hier strittig, gute Argumente gibt es für beide Seiten. So geben Sie mit dem Kauf eines Hundes aus dem Tierheim nicht nur einer armen, kleinen Seele eine Chance auf ein glückliches Hundeleben, Sie sparen sich auch hohe Züchter-Kosten. Doch auch im Tierheim wird eine Schutzgebühr fällig. Diese stellt sicher, dass der zukünftige Halter sich entsprechend darüber im Klaren ist, dass ein Hund finanzielle und verantwortungsvolle Pflichten mit sich bringt. Ein gutes Tierheim überprüft zukünftige Halter im Übrigen genauso konsequent wie ein guter Züchter. Wie hoch die jeweilige Schutzgebühr ist, ist abhängig vom Tierheim und kann von Stadt zu Stadt deutlich abweichen.
Auf der anderen Seite, und diese spricht deutlich für den Kauf bei einem erfahrenen Züchter, können Sie bei einem Zuchthund sicher sein, dass dieser reinrassig ist, und bereits im Welpen-Alter entsprechend sozialisiert wurde. So sind diese Welpen auch seelisch noch unbeschadet, da sie bisher wahrscheinlich keine negativen Erfahrungen mit Menschen oder Umwelt gemacht haben. Ein guter Züchter steckt viel Zeit und Liebe in die Aufzucht seiner Welpen. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass dieser eine entsprechende Aufwandsentschädigung bei Abgabe eines Welpen fordert. Entgegen vieler böser Zungen ist die Zucht von Hunden, zumindest wenn man es gut macht, keine besonders lukrative Sache. Rechnet man den Endpreis eines Welpen auf die geleisteten Arbeitsstunden des Züchters, sowie die Tierarzt, Vorsorge- und Futterkosten herunter, bleibt am Ende kaum ein Stundenlohn, welcher der Rede wert wäre.

Der Preis für einen Zuchtwelpen beläuft sich derzeit auf etwa 800 EUR – 1400 EUR. Wie hoch der Preis am Ende genau ist, ist abhängig vom Züchter und natürlich den Elterntieren. Doch ein hoher Preis Ost hier kein Qualitätsgarant.

Damit Sie nicht einem unseriösen Züchter zum Opfer fallen, nämlich einem, der lediglich auf möglichst hohen Profit aus ist, sollten Sie die Zuchtstätte unbedingt besuchen. Achten Sie hierbei auf Sauberkeit und Ordnung, sowie den Umgang mit den Hunden. Lassen Sie sich auch unbedingt die Elterntiere zeigen. Vertrauen Sie auf Ihr Bauchgefühl.

Wenn der Hund dann da ist – Was kostet ein Schäferhund?

Egal ob Sie sich für den Hund aus dem Tierheim oder für einen Welpen vom Züchter entschieden haben, ist der Hund erstmal eingezogen, bedeutet das noch lange nicht das Ende der Kosten. Im Gegenteil, jetzt geht es erst richtig los. Denn das neue Tier will nicht nur mit Futter versorgt werden, es benötigt auch eine entsprechende Ausstattung und regelmäßige Pflege. Gekauft werden müssen Hundenäpfe, ein bis zwei Leinen (lang und kurz) ein entsprechendes Halsband und ein Geschirr (dieses ist wichtig, um zu gewährleisten, dass der Hund auch in schwierigen Situationen gut gesichert ist), ein entsprechendes Körbchen in Schäferhund-Größe, und natürlich Sachen des täglichen Bedarfs wie Futter und diverse Kauartikel.
Auch sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass ein Hund immer ein gewisses Gefahrenpotential birgt. Daher empfiehlt es sich für jeden im Haushalt lebenden Hund auch eine Hundehaftpflicht abzuschließen. Denn wenn ein Hund versehentlich vor ein Auto läuft, und Auto und schlimmstenfalls Fahrer zu Schaden kommen, können schnell Summen im sechsstelligen Bereich fällig werden. Hundeversicherungen gibt es von den verschiedensten Anbietern. Manche sind ausschließlich zur Deckung der Haftpflicht gedacht, andere übernehmen auch Tierarzt und OP Kosten. Je nach Leistung werden hier monatlich zwischen 10 EUR – 80 EUR fällig.
Auch die Hundesteuer sollten Sie auf dem Schirm haben. Je nach Stadt können hier jährlich zwischen 150 EUR – 600 EUR anfallen. Achten Sie außerdem darauf, den Hund stets der entsprechenden Vorschriften angeleint zu haben. Auch eine vorsorgliche Menge an Tüten für die Hinterlassenschaften Ihres Hundes sind Pflicht. Sonst warten auch an dieser Stelle Kosten und Bußgelder im drei bis vierstelligen Bereich.

Tierarztkosten – Bei einem Schäferhund nicht zu unterschätzen

Gerade bei Schäferhunden können die Tierarztkosten durchaus ins Geld gehen. Viele Tiere haben angeborene Hüftprobleme, die einer lebenslangen Behandlung bedürfen. Sollten Sie von Vorerkrankungen der Elterntiere wissen, raten wir dringend zu einer Versicherung welche auch Tierarztkosten abdeckt. Diese ist zwar nicht gerade günstig, bewahrt sie aber auf lange Sicht vor enormen Kosten, welche Sie im schlimmsten Fall das komplette Leben Ihres Tieres entlang begleiten.

Zusammenfasste Kosten für einen Schäferhund

Wie Sie also sehen, die anfallenden Kosten für einen Schäferhund sind nicht gerade gering. Je nach Fütterungs-Art, ob artgerecht mit Rohfütterung oder durch hochwertiges Fertigfutter. Bei er Größe des Tieres sollten Sie mindestens 100 EUR – 150 EUR einplanen. Hinzu kommen Kauartikel und Leckereien. Versicherung und Steuern belasten die Bilanz zusätzlich mit 50 EUR – 120 EUR.

Dazu kommt ein Notgroschen, der für alle Eventualitäten bereitgehalten werden sollte. Hier ist man mit etwa 20 EUR dabei. Da nicht jede Versicherung sofort greift, und viele Kosten erst einmal vorausgezahlt werden müssen, sollten Sie außerdem etwa 1000 EUR – 2000 EUR zur steten Verfügung haben, um Tierarztkosten zahlen zu können.

Zusammenfassend kann man Sagen, dass ein Hund lebenslang ins Geld gehen wird. Neben der Anschaffung kann man mit etwa 300 EUR an Haltungskosten für einen Schäferhund rechnen. Da diese Rasse außerdem sehr anfällig ist, sollte immer eine Reserve für Tierarztkosten vorhanden sein. Trotz allem sind Schäferhunde einzigartige Begleiter, welche das Leben sehr bereichern können.